Werner Selch
Werner Selch, geboren am 17.11.51
Werner war 1976 Bayerischer Meister im 100 Meterlauf mit einer Zeit von 10,6 Sekunden. Der Leistungsabfall stellte sich ein, als er die 30 erreichte. Wohin mit einem Athleten, der laufen will, aber Probleme mit seinen gewohnten Leistungen bekommt? Nun, da bleibt ihm immer noch die lange, ganz lange oder besser die Ultrastrecke!
Hier einige seiner sportlichen Höhepunkte als ULTRA:
2000 Gesamtsieger beim 24 Stundenlauf in Bobingen
2002 Gesamtsieger beim 24 Stundenlauf in Köln
2004 Gesamtsieger beim 24 Stundenlauf in Reichenbach
2006 TranseGaule in Frankreich 18 Tage über 1.150 km
Seine Bestzeit im 24 Stundenlauf liegt bei 222 km. Die 100 Km-Zeit liegt bei 08:20 Stunden
Werner ist „Stammkunde“ bei Ingos Läufen. 2001 und 2002 war er erfolgreicher Teilnehmer beim Spreelauf, über 6 Tage mit 420 km. Den 11. Platz belegte er beim TE-FR 2003. Den 5. Platz beim DL2005 und den 3. Platz beim DL2008. Auch die mehrfache Teilnahme am Isarlauf gehört zu seinen erfolgreichen Mehrtagesläufen.
Besonders zeichnet sich Werner aber durch seine privaten Läufe aus. Diese unternahm er fast ausschließlich mit seinem Freund Franz Häusler. Franz Häusler verstarb wenige Stunden nach der Siegesfeier beim DL2008. Er wird uns in ewiger Erinnerung bleiben. Franz und Werner waren die besten Freunde. Die Lauftouren, die von den beiden unternommen wurden, waren nur durch Start und Ziel geplant. Sie liefen mit einem kleinen Rucksack ausgestattet, so weit sie kamen und suchten sich dann ein Quartier.
Sie liefen zum Beispiel:
- 850 km in 12 Tagen von Wien, über Regensburg nach Donaueschingen
- 220 km in 23:40 Std. um den Bodensee
- 840 km in 10 Tagen von Aschaffenburg, über Nürnberg, Regensburg nach Sonthofen
- 160 km in 2 Tagen den Oberpfalzlauf über Regensburg nach Amberg wo Werner zuhause ist
- 500 km in 5 Tagen, von Amberg, über Bayreuth, Regensburg, nach Amberg. Es war für sie der „Schwesternlauf“. Deshalb, weil sie auf ihrer Tour zwei Schwestern von Werner und seinen Vater aufsuchten!
- Werner lief zu Franz über 340 km, um ihn für einen Lauf über 150 abzuholen. Sie umliefen die Gemeinden von Franz Heimat in Pfullendorf bei Sigmaringen. Nun taucht die Frage auf: Wie kam Werner wieder nach Amberg? Irgendwann reicht es aber und er nahm die Bahn!
- Vor dem DL2008 liefen sie den Rhein entlang, über Stein am Bodensee, weiter nach Basel, Straßburg und Karlsruhe. Dort wurde noch die Schwester von Franz besucht. Für die 550 km benötigten sie 6 Tage. Es muss immer wieder erwähnt werden, dass sie am Ende der Tagesetappe zusehen mussten, wo sie übernachteten!
- Für die die Vorbereitung des TE-FR2009 wollten sie noch nach Karlsruhe, den Rhein entlang bis zur Nordsee laufen …….
Franz hätte beim TE-FR2009 die Startnummer 06 erhalten. Nach seinem Tod sollte diese Startnummer nicht weiter vergeben werden. Werner will für Franz den TE-FR2009 laufen und hat daher, trotz der Vorbehalte, die Startnummer von Franz erhalten!
Am 22. März 2009 um 14:10 Uhr
Hallo Werner
Ich kann dir nur eines sagen Danke das ich dich kenne
Gruss dein Lauffreund Gerhard
Am 27. März 2009 um 20:08 Uhr
Lieber Werner,
ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer für die Tage durch Europa!
Ich hoffe, dass wir uns gesund und bei bester Laune wiedersehen…
Halt die Ohren steif, alter Haudegen!
Viele Grüße, André
Am 10. April 2009 um 13:37 Uhr
Lieber Werner,
ich wünsche Dir die körperliche und mentale Stärke für einen weiteren Höhepunkt deiner “Lauf”-bahn. Die Ankunft am Nordkap wird für Dich und alle anderen Sieger grandios sein.
Herzliche Grüße und für den Start in bella Italia: In bocca al lupo!
Gerhard
Am 16. April 2009 um 20:06 Uhr
Hallo Werner,
alles Gute beim Trans Europa Lauf. Du weisst ja wie man’s macht.
Gruesse aus Colorado
Markus
Am 7. Juni 2009 um 19:31 Uhr
Lieber Werner,heute hast du die 50.Etappe hinter dich gebracht.Nun sind es nur noch lächerliche 14 Etappen aber noch genügend harte Etappen.Wir sind uns sicher, dass du dein Ziel Nordkap erreichen wirst.Im Ziel werden wir gedanklich bei dir sein.
Viele liebe Grüße aus Berlin